FamilienstellenEine Methode auf dem Weg zur psychischen Gesundheit Interview mit Dr. Annegrit Kahle, Dipl.-Psychologin
Seit einigen Jahren kommen Sie bereits nach Senftenberg und geben den Menschen hier die Möglichkeit, auf diesem Weg Klarheit und Gesundheit zu erlangen. Wie lange beschäftigen Sie sich mit dem Familienstellen?1993 bin ich das erste Mal auf diese Methode aufmerksam gemacht worden und habe sie in Selbsterfahrung erlebt. Damals wusste ich schon, dass ich sie beruflich nutzen möchte, weil sie
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schnelle Einsichten in tiefe Zusammenhänge unseres Lebens vermittelt. Seit 1996 leite ich selbst Aufstellungsgruppen und biete auch Aufstellungen in Einzelsitzungen an. Wie wird das Familienstellen durchgeführt?In der Regel treffen sich Menschen in der Gruppe, die verschiedene Anliegen mitbringen, z.B. Partnerschaftsprobleme lösen, Dynamiken von Krankheiten verstehen, Beziehungen zum Elternhaus und berufliche Fragen klären, Schulprobleme von Kindern verstehen und Lösungswege finden und vieles mehr. Eine Person stellt auf. Diese schildert ihr Anliegen vor der Gruppe. Für die für das Anliegen wichtige Personen und Aspekte werden Stellvertreter aus der Gruppe gewählt. Diese stellt der Aufstellende entsprechend seinem inneren Bild auf. Jetzt spüren die Stellvertreter die Dynamik in der Familie. Dann beginnt der Lösungsweg zum neuen Bild.
Was bewirkt das Familienstellen für die Teilnehmer?Es bewirkt, die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und das zurückzugeben, was wir aus Liebe für unsere Eltern, Großeltern und Geschwister getragen haben. Es bewirkt auch den eigenen Platz zu finden und alte Glaubenssätze wie „Ich bin nicht gut genug. Ich verdiene es nicht, glücklich zu sein. ...“ zu lösen. Das Verständnis für sich und andere Menschen wächst.
Hier empfehle ich folgende Bücher – „Ohne Wurzeln, keine Flügel“; „Was die Seele krank macht und was sie heilt“ Preis pro Teilnehmer 20 Euro
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